Schule neuroinklusiv
Impulse für neuroinklusive Lernräume und eine Schule der Zukunft


Was Neurodivergenz bedeutet – und wie sich Schule verändern muss, um wirklich inklusiv zu sein – darüber tausche ich mich leidenschaftlich gerne aus, im Gespräch mit Menschen und durch das Schreiben.
In diesem Blog findest du reflektierende, anregende sowie praxisnahe Beiträge rund um das Thema Schule neuroinklusiv.
Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!
Lust, zu stöbern?
Hier findest du neue Gedanken, Praxisbeispiele und Impulse rund um neuroinklusive Schule.
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Du beschreibst deine Gefühle mit vernünftigen Worten, ohne zu meckern oder zu schimpfen oder zu heulen.
Diagnosebögen, die Kinder direkt ansprechen, wirken auf den ersten Blick modern und partizipativ. Sie holen die jungen Menschen scheinbar ins Boot: „Du“ bist gemeint, „du“ darfst deinen Entwicklungsstand mit einschätzen. Doch was passiert, wenn die Sprache dieser Bögen nicht würdevoll beschreibt, sondern subtil beschämt? In einem viel genutzten Fragebogen zur emotional‑sozialen Entwicklung bin ich an…
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Selbstregulation – die „unsichtbare“ Grundlage selbstorganisierten Lernens
Wir sprechen viel über selbstorganisiertes Lernen – deutlich seltener darüber, welche Voraussetzungen Lernende dafür überhaupt mitbringen müssen. Selbstregulation ist dabei oft eine implizit vorausgesetzte Grundlage, die nicht jede*r im gleichen Maß mitbringt. Dass es hier nicht nur um ein Detail im Mitarbeitszeugnis, sondern schnell auch um Chancengerechtigkeit geht – und wie Schule vorbeugen kann –,…
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Vorübergehend geschlossen – Menschen im Meltdown
Mit dem Gong endet der Unterricht. Schüler*innen verstauen ihr Material, greifen nach ihren Taschen, strömen aus dem Raum. Endlich Pause! Schnell füllt sich der Flur mit Stimmen, Bewegungen, Rufen. Eine Flut von Eindrücken schwappt durch das Gebäude – laut, schnell, unüberschaubar. Was für die meisten nur Hintergrundrauschen ist, wird für reizsensitive Menschen – wie viele…
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Ein Kartenhaus bricht zusammen – Raum für Wachstum entsteht
Während einer Fallberatung im Team berichtete eine Kollegin davon, wie sie einen Schüler in den Stunden nach dem Erhalt seiner ADHS-Diagnose begleitet hat.Wie sie das tat, hat mich wirklich beeindruckt.Ihr Vorgehen zeigt, wie ein junger Mensch in einer verletzlichen Phase dazu befähigt werden kann, mündig und selbstbewusst an einer für ihn zunächst höchst verunsichernden Situation…
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Schluss mit der Big-Bang-Theory!
Wie ein eng gefasster Begriff von Trauma neurodivergente Menschen benachteiligt und Fachkräfte in Rollen drängt, die sie ohne ausreichenden Schutz auslaugt. Die Big-Bang-Theory definiert Trauma als das „große Ereignis“ In Diagnosemanualen wie dem DSM V gilt etwas als Trauma, wenn es ein klar umrissenes Extremereignis ist: schwere Gewalt, sexualisierte Übergriffe, Unfall, Katastrophe, Lebensgefahr.In Gesprächen mit…
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„Das sieht man dir aber gar nicht an…“
„Das sieht man dir gar nicht an.“ Ein Satz wie ein freundlicher Schlag ins Gesicht. Autist*innen hören ihn oft, wenn sie fühlen – und gleichzeitig unsichtbar bleiben. Dieser Text erzählt von einem Mann, dessen Innenleben von Alarm, Freude und Schmerz übervoll ist, während sein Körper nach außen wirkt, als wäre er im Stand-by-Modus. Thomas sitzt…
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„Irgendwie genial, aber…“
Neurodivergente Köpfe ticken anders. So weit, so bekannt. Was ist los, wenn – im Fall des autistischen Prozessgruppenmitglieds Anna – der Kopf zwischen Muster- und Detailerkennung hin- und herschaltet? Was das für den betroffenen Menschen bedeutet und welche Konsequenzen das für neuroinklusive Teamkultur und Leadership hat, darauf blickt dieser Artikel. Neurodivergente Köpfe ticken anders. So…
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Prismen und Kugeln – die Vielfalt der Gefühlssprache Teil 2
Autistisches Fühlen ist selten laut – oft aber radikal verkörpert, nüchtern benannt und innerlich hochdifferenziert.Wie ist es, wenn Gefühle eher als Kugel im Bauch oder Licht im Prisma erlebt werden als als „Freude“ oder „Wut“? Im Gespräch mit einer Kollegin „auf dem Spektrum“, wie ich, und ebenfalls als Neurodivergenzcoach tätig, sprachen wir über unsere Gefühle.…
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Treffen sich zwei… autistisches Fühlen und die Vielfalt der Gefühlssprache
Treffen sich zwei Autist*innen. Sagt die eine: „Ich wurde neulich gefragt, was mein Gefühl zu einer Entscheidung ist. Ich konnte bis heute nicht antworten – ich finde einfach keins. Kennst du das?“ Lacht der andere: „Ja, das kenne ich. Wo andere ihr Gefühl haben, sitzt bei mir der Verstand.“ So oder ähnlich lässt sich auf…
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Neurodivergent als Lehrkraft
Neurodivergente Lehrkräfte sind wie neurodivergente Lernende fester Teil unserer Bildungslandschaft. Obwohl dies wenig überraschen sollte, wird ihr Potenzial für eine wirklich inklusive Schulentwicklung nach wie vor zu selten genutzt und häufig übersehen. Forschung zeigt zugleich, dass genau diese Gruppe enorme Ressourcen für eine inklusive Schulentwicklung bereitstellt – Kreativität, Feinfühligkeit, analytisches Denken in und out of…