Neurodiversität ist der Anfang!

Wie gelingt Zusammenleben, in dem Menschen mit unterschiedlicher „Verdrahtung“ nicht anecken, sondern einander tragen – im Unterricht, im Team, in der Familie, in der Organisation? In dem Bedürfnisse ernst genommen und Stärken nicht übersehen werden, egal ob Autismus, AD(H)S, LRS, Hochbegabung oder „einfach anders als gedacht“.

Wie können Schule und Arbeitswelt, Führung und Elternschaft so gestaltet werden, dass neurodivergente Vielfalt nicht zur ständigen Überforderung führt, sondern zu tragfähigen Beziehungen und guter Zusammenarbeit?

Diese Fragen begleiten meine Arbeit seit vielen Jahren – als neurodivergente Führungskraft in Schule, als Coach und als systemischer Berater an den Schnittstellen von Bildung, Organisation und persönlicher Entwicklung.

„Wenn alle dasselbe machen, ist es gerecht.“
Dieser Satz hält sich hartnäckig – im Unterricht, in Teams, in Familien, in Organisationen. Gleichzeitig zeigt der Alltag: Für manche Menschen funktioniert dieses „Gleiche“ nie wirklich. Andere leben seit Jahren damit, sich anzupassen, zu kompensieren, zu erklären – oder zu verstummen.

Neurodivergente Menschen und die, die mit ihnen leben und arbeiten, kennen diese Spannungen gut: Du bereitest dich vor, gibst dir Mühe, kennst deine Aufgaben – und trotzdem kippt eine Situation plötzlich in Überforderung, Rückzug, Konflikt oder Missverständnis. Die gängigen Erklärungen („zu empfindlich“, „zu laut“, „zu starr“, „zu chaotisch“) helfen nicht weiter – sie machen oft nur leiser oder wütender.

Neurodivergenzsensible Beratung setzt genau hier an: Sie nimmt ernst, dass Nervensysteme, Wahrnehmung und Verarbeitung unterschiedlich sind – und dass daraus sowohl Belastungen als auch besondere Fähigkeiten entstehen. Es geht darum, Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Menschen nicht dauerhaft gegen ihr eigenes Nervensystem leben müssen – als Schüler:in, als Elternteil, als Lehrkraft, als Führungskraft, als Mitarbeitende:r oder als ganze Organisation.

Ich begleite pädagogische Institutionen, Träger und Teams auf ihrem Weg zu mehr neurodiversitätssensibler Praxis – analytisch, ressourcenorientiert und in enger Abstimmung mit den Gegebenheiten vor Ort.

Ob du selbst neurodivergent bist, ob du mit neurodivergenten Kindern, Kolleg:innen oder Mitarbeitenden lebst oder ob du Verantwortung für ein System trägst: Du bekommst hier einen klar strukturierten Raum, in dem Unterschiedlichkeit nicht wegmoderiert wird, sondern als Ausgangspunkt für Entwicklung dient. Ziel ist nicht, dich „funktionsfähiger“ zu machen, sondern gemeinsam Strukturen, Kommunikationswege und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie tragfähiger werden – für dich und für die Menschen, mit denen du unterwegs bist.

Einzel-
und Teamcoaching

Du erlebst, dass euer Alltag mit Schule, Diagnostik, Übergängen oder Verhaltensauffälligkeiten viel Kraft kostet – egal, ob du selbst auf dem Spektrum bist oder (vermutlich) dein Kind. Gespräche mit Schule, Ärzt:innen oder Ämtern hinterlassen oft das Gefühl, nicht richtig verstanden zu werden oder alles „allein tragen“ zu müssen.

Potenzial: Mehr innere Sicherheit, weniger Schuldschleifen und das Gefühl, nicht mehr allein für alles verantwortlich zu sein.

Ansatzpunkt: Wir sortieren gemeinsam, was gerade drückt – Schule, Familie, System – und was dein Kind und du jeweils brauchen, um stabiler durch den Alltag zu kommen.

Hebel: Vorbereitung von Gesprächen mit Schule/Institutionen, Formulierungen finden, Grenzen klären, kleine konkrete Schritte planen, die zu euch passen.

Du willst guten Unterricht oder gute pädagogische Arbeit machen, gleichzeitig frisst der Alltag mit vollen Klassen, unterschiedlichen Bedarfen und permanentem Spagat zwischen Anspruch und Ressourcen deine Energie auf. Vielleicht bist du selbst neurodivergent – oder du arbeitest mit vielen neurodivergenten Lernenden und Kolleg:innen und hast das Gefühl, ständig zu übersetzen und zu kompensieren.

Potenzial: Spürbare Entlastung im Tagesgeschäft, mehr Klarheit in Entscheidungen und ein Unterrichts‑/Arbeitsstil, der nicht auf Dauerüberlastung basiert.

Ansatzpunkt: Wir nehmen deinen konkreten Arbeitsalltag in den Blick: Unterricht, Fallkonstellationen, Teamdynamiken, Eigenbelastung.

Hebel: Strukturierung deiner Aufgaben, Vereinfachung von Abläufen, Entwicklung neurodiversitätssensibler Routinen im Unterricht/Alltag, Aufbau eines tragfähigen persönlichen Energiemanagements.

Du gestaltest Schule oder eine Organisation mit – etwa in Projekten, Steuergruppen, Qualitätsentwicklung oder Personalverantwortung – und spürst, dass die vorhandenen Strukturen für viele Menschen zu eng, zu schnell oder zu unklar sind. Neurodivergente Lernende oder Mitarbeitende gehen im System oft unter, fallen aus – oder tragen viel mehr, als sichtbar wird.

Potenzial: Organisationsteile, die ruhiger, klarer und vorhersagbarer werden – bei gleichzeitig mehr Sichtbarkeit für die Bedarfe neurodivergenter Menschen.

Ansatzpunkt: Wir schauen gemeinsam auf Prozesse, Entscheidungswege und Kommunikationskultur in deinem Verantwortungsbereich – und auf deine eigene Position darin.

Hebel: kleine, realistische Strukturänderungen (z.B. Sitzungsdesign, Informationsfluss, Verlässlichkeit von Absprachen), die Reizniveau senken und Beteiligung erhöhen.

In Leitungsrollen trägst du Erwartungen von oben, von deinem Team und von dir selbst – oft bei gleichzeitig widersprüchlichen Aufträgen und wenig geschützten Räumen. Wenn du selbst neurodivergent bist oder nah mit ND-Menschen arbeitest, kennst du zusätzlich den Dauerjob, dein Nervensystem zu regulieren, während du führen, moderieren und entscheiden sollst.

Ansatzpunkt: Deine Führungsrolle – mit ihren formalen Aufgaben, verdeckten Erwartungen, Loyalitätskonflikten und persönlichen Grenzen – steht im Zentrum.

Hebel: Entwicklung eines Führungsstils, der Klarheit und Struktur bietet, ohne dich zu überfordern; Arbeit an Kommunikations‑ und Entscheidungswegen, die zu deiner Art zu denken und wahrzunehmen passen.

Potenzial: Mehr innere Kohärenz, weniger Selbstzweifel und ein nachhaltiger Umgang mit Verantwortung, der deine Neurodivergenz als Ressource nutzt, statt sie zum Risiko werden zu lassen.

Mediation und Supervision

Mediation für Eltern & Familien

In eurer Familie prallen unterschiedliche Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Erwartungen aufeinander – oft rund um Schule, Diagnostik oder Alltagsorganisation. Vielleicht fühlst du dich als Elternteil zwischen den Stühlen: du verstehst dein Kind, aber du musst auch mit Schule, anderen Eltern oder Partner:in verhandeln.

Potenzial: Mehr Klarheit darüber, wer was tragen kann und will – und Vereinbarungen, die nicht auf Kosten der sensibelsten Familienmitglieder gehen.

Ansatzpunkt: Wir bringen die unterschiedlichen Sichtweisen an einen Tisch und sorgen dafür, dass jede Person zu Wort kommt – in einem Tempo, das für alle aushaltbar ist.​

Hebel: Klärung von Erwartungen und Grenzen, Vorbereitung gemeinsamer Entscheidungen (z.B. Schulwechsel, Fördermaßnahmen, Zuständigkeiten im Alltag).​

Im Team oder Kollegium gibt es schwelende Konflikte: über Umgang mit einzelnen Schüler:innen, Arbeitsverteilung, Kommunikation oder Haltung zu Neurodivergenz. Vielleicht steckst du mittendrin, fühlst dich missverstanden oder dauerhaft im Erklär‑ und Rechtfertigungsmodus.

Potenzial: Entlastete Zusammenarbeit, weniger „heimlicher“ Widerstand und mehr gemeinsame Linie, ohne dass Einzelne sich verbiegen müssen.

Ansatzpunkt: Wir benennen, was unausgesprochen mitschwingt – von Überlastung über unterschiedliche Werte bis hin zu ND-bedingten Wahrnehmungsunterschieden.​

Hebel: Strukturierte Gesprächsphasen, in denen jede Seite ihre Sicht darlegt, gemeinsame Klärung von Erwartungen und Verantwortlichkeiten, Vereinbarung konkreter nächster Schritte im Team.​

Zwischen Schule und Eltern, Trägern, Kooperationspartnern oder innerhalb von Arbeitsgruppen kommt es immer wieder zu Konflikten, die fachlich aussehen, aber tief in Strukturen, Zuständigkeiten und Kommunikationskultur greifen. Neurodivergente Lernende oder Mitarbeitende geraten dabei häufig zwischen alle Stühle.

Potenzial: Weniger Eskalation, klare Ansprechwege und Vereinbarungen, die sowohl die Organisation als auch die betroffenen Menschen schützen.

Ansatzpunkt: Wir klären, welche Interessen, Aufträge und Rahmenbedingungen aufeinandertreffen – und wo das System selbst Konflikte produziert.​

Hebel: Gemeinsame Sicht auf die Situation entwickeln, Entscheidungswege und Zuständigkeiten transparent machen, tragfähige Absprachen für Zusammenarbeit und Kommunikation treffen.​

Du trägst Verantwortung für ein Team oder eine Einrichtung und steckst in Konflikten, in denen du gleichzeitig Moderator:in, Entscheider:in und selbst Betroffene:r bist. Vielleicht bist du selbst neurodivergent und spürst, wie sehr dich unausgesprochene Spannungen und informelle Erwartungen überlasten.

Potenzial: Entlastung in deiner Leitungsrolle, weniger verdeckte Konflikte und eine Kultur, in der Differenzen arbeitsfähig werden, statt dich und dein Team dauerhaft zu erschöpfen.

Ansatzpunkt: Wir schaffen einen Rahmen, in dem du als Leitung nicht „neutral funktionieren“ musst, sondern mit deiner eigenen Perspektive präsent sein kannst – und klären, welche Rolle du in der Mediation einnimmst.​

Hebel: Moderation von Konfliktgesprächen mit klaren Regeln, Unterstützung bei der Kommunikation schwieriger Entscheidungen, Spiegelung von Macht‑ und Rollendynamiken.​

Trainings und Fortbildung

Du möchtest besser verstehen, was Neurodivergenz für deinen Familienalltag bedeutet – jenseits von Diagnosetexten und Ratschlägen aus Foren. Gleichzeitig brauchst du Anregungen, wie du mit Schule, Therapeut:innen und Umfeld so sprechen kannst, dass dein Kind nicht aus dem Blick gerät.

Potenzial: Mehr innere Sicherheit, eine klarere Sprache für die Bedürfnisse deines Kindes und das Gefühl, nicht mehr nur reagieren zu müssen.

Inhalte: Grundlagen zu Neurodivergenz und Schule, typische Missverständnisse in Eltern‑Schule‑Gesprächen, traumasensible Kommunikation in belasteten Situationen.​

Du suchst Fortbildungen, die deine pädagogische Praxis wirklich erreichen – nicht die nächste abstrakte Inklusionsfolie. Neurodivergente Lernende, Verhaltensbesonderheiten und chronische Überlastung im Kollegium gehören zu deinem Alltag, aber die vorhandenen Konzepte greifen oft zu kurz.

Potenzial: Konkrete Ideen, die sich am nächsten Tag ausprobieren lassen, und ein gemeinsamer Blick im Team, der Schuldzuschreibungen reduziert und Handlungsspielräume sichtbar macht.​

Inhalte: Neurodivergenz in Unterricht und Schulalltag, differenzsensible Didaktik, Umgang mit Überforderung (bei Lernenden und Fachkräften), Basics traumasensibler Pädagogik.​

Als Schule, Träger oder Organisation möchtest du Neurodiversität fundiert verstehen und in eure Strukturen integrieren – ohne Aktionismus, aber auch ohne weitere Jahre Stillstand. Dir ist wichtig, dass ein Training nicht nur „Aufklärung“, sondern Startpunkt für realistische Veränderungen ist.​

Potenzial: Ein gemeinsames Verständnis auf Leitung‑, Team‑ und Gremienebene, das spätere Prozessschritte (Coaching, Mediation, Schulentwicklungsbegleitung) trägt.

Inhalte: Grundlagen zu Neurodivergenz und Systemlogiken, Auswirkungen auf Strukturen (Sitzungen, Kommunikation, Entscheidungswege), Bausteine neuroinklusiver Organisationskultur.​

Du führst Teams in Schule oder Organisation und brauchst einen Ort, an dem du Fragen zu Neurodivergenz, Belastung und Verantwortung stellen kannst, ohne dich rechtfertigen zu müssen. Du willst wissen, wie Führung neurodivergenzsensibel und traumasensibel funktionieren kann – für andere und für dich selbst.

Potenzial: Mehr Klarheit darüber, was du als Führung realistisch leisten kannst, Handlungsmöglichkeiten in deinem Verantwortungsbereich und eine Führungshaltung, die Vielfalt nicht nur mitdenkt, sondern schützt.​

Inhalte: Führungsrollen in hochbelasteten Systemen, ND‑sensible Kommunikation, Umgang mit Konflikten und Überlastung im Team, Gestaltung von Rahmenbedingungen (Sitzungen, Informationsfluss, Erreichbarkeit).​

Schul- und Organisationsentwicklung

Ansatzpunkt: Du spürst, dass dein Kollegium und viele Lernende am Limit laufen: Unterricht, Betreuung, Krisen und Differenzierung stapeln sich, während Strukturen und Zeiten noch aus einer anderen Schulrealität stammen. Du willst, dass Schule wieder ein Ort wird, an dem Lernen und Arbeiten möglich ist – auch für neurodivergente Kinder und Erwachsene.Neuroinklusion-im-Unterricht-Blog.pdf​

Hebel: Unterrichts- und Zeitstruktur prüfen und gezielt weiterentwickeln: längere Lernblöcke statt Zergliederung, klar gerasterte Phasen (Einstieg – Arbeit – Reflexion), verlässliche Rhythmen.

  • Räume und Lernumgebungen so anpassen, dass Rückzug, Bewegung und kooperatives Arbeiten möglich sind – mit visuellen Strukturen und klaren Ritualen als Orientierung.
  • Leistungsbewertung und Lernwege öffnen: Lernbausteine, Kompetenzskalen, alternative Nachweise, damit neurodivergente Lernende zeigen können, was sie wirklich können.
  • Beteiligung organisieren: Kollegium, Lernende, Fachkräfte und Eltern gezielt einbinden, ohne sie mit diffusen „Partizipationsprozessen“ zu überfordern.

Potenzial: Deine Schule gewinnt an Ruhe und Klarheit: weniger Eskalationen, weniger „Feuerwehr“, mehr überschaubare Abläufe. Neurodivergente Lernende und Lehrkräfte müssen weniger kompensieren, weil Strukturen sie mitdenken – und du kannst deine Leitungsenergie stärker in Entwicklung statt in Dauerkrisen stecken.

Ansatzpunkt: Du siehst, dass dein Team fachlich stark ist, aber im Alltag viel Energie in Meetings, Unterbrechungen und unausgesprochene Erwartungen fließt. Gerade Menschen mit besonderer Sensibilität oder klaren Fokusphasen brennen aus, obwohl sie für eure Aufgaben entscheidend sind.​

Hebel: Arbeitsrhythmen entzerren: klare Fokuszeiten, weniger Task-Switching, verständliche Regeln zu Erreichbarkeit und Unterbrechungen.​

  • Arbeitsumgebung differenzieren: ruhige Zonen, Rückzugsplätze, bewegungsfreundliche Bereiche – analog zu neuroinklusiven Lernräumen.
  • Aufgaben, Ziele und Leistungserwartungen transparent machen: unterschiedliche Wege zulassen, Ergebnisse sichtbar zu machen (schriftlich, visuell, mündlich, prototypisch).
  • Besprechungen barriereärmer gestalten: klare Agenda, Zeitstruktur, visuelle Entscheidungspunkte, alternative Beteiligungswege (vorab schriftlich, im Meeting, im Nachgang).​

Potenzial: Deine Organisation wird berechenbarer und belastbarer: weniger verdeckte Überlastung, weniger stille Kündigung, mehr nutzbare Vielfalt im Team. Du gewinnst Führungsspielraum, weil Strukturen tragen – statt dass du permanent improvisieren musst, um Menschen im System zu halten, die ihr fachlich dringend braucht.​


Endlich aktiv handeln – mit Klarheit, Sicherheit und dem Gefühl der Wirksamkeit.

✅Du willst Situationen so gestalten, dass Vielfalt nicht als Problem, sondern als Chance zur Entwicklung wird.
✅Du willst ohne Scham und Masking deine Ressourcen aktivieren und Stärken entfalten.
✅Du willst Konflikte so lösen, dass sich dein Potenzial oder das deines Teams wieder ungehindert entwickeln kann.

Ich unterstütze dich dabei – mit Struktur, Haltung und einem offenen Blick auf das Mögliche.

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